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News am 30.05.2012
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1. Februar 2012, 22:03 Uhr

Dutzende Tote bei Krawallen nach Fußballspiel in Ägypten

Bei Krawallen zwischen Fußballfans in der nordägyptischen Stadt Port Said hat es nach Krankenhausangaben mindestens 73 Tote gegeben.

Bei Krawallen zwischen Fußballfans in der nordägyptischen Stadt Port Said hat es nach Krankenhausangaben mindestens 73 Tote gegeben. Einige wiesen demnach Stichwunden auf, tausende Menschen wurden verletzt. Die islamistischen Muslimbrüder machten Anhänger des vor einem Jahr gestürzten Staatschefs Husni Mubarak für die Ausschreitungen verantwortlich.

Übereinstimmenden Angaben zufolge starben die Menschen bei Zusammenstößen unmittelbar nach Abpfiff eines Fußballspiels. Dabei schlug die Mannschaft Al-Masry ihren Gegner Al-Ahly, einen der besten Klubs Ägyptens, mit drei Toren zu einem. Fans von Al-Masry stürmten demnach auf das Spielfeld, bewarfen die Anhänger von Al-Ahly mit Flaschen und Steinen und zündeten Leuchtraketen.

Im Fußballstadion von Kairo brach während des Spiels der Vereine Al-Samalek gegen Ismailky ein Feuer aus. Die Partie wurde daraufhin annulliert. Das Feuer wurde unter Kontrolle gebracht.

Der Abgeordnete Essam al-Erian, erklärte auf der Internetseite seiner von den Muslimbrüdern gegründeten Partei der Freiheit und Gerechtigkeit, die Ereignisse in Port Said seien "geplant" gewesen. Sie seien eine "Botschaft der Anhänger des alten Regimes".

Die Partei hatte bei der Parlamentswahl der vergangenen Wochen 47 Prozent der Stimmen erhalten. Zusammen mit anderen islamistischen Gruppen stellt sie drei Viertel der Abgeordneten.

Seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Mubarak durch einen Volksaufstand im Februar 2011 liegt die Macht in Ägypten in den Händen des Obersten Militärrats. Die Armee hat angekündigt, die Macht nach der für Juni vorgesehenen Präsidentschaftswahl an eine Zivilregierung abzugeben.

AFP