Aus Protest gegen die chinesische Tibet-Politik hat sich in der autonomen Region im Südwesten Chinas ein ehemaliger buddhistischer Mönch selbst angezündet. Wie die in den USA ansässige Organisation International Campaign for Tibet (ICT) am Freitag unter Berufung auf Berichte aus der Region erklärte, hat der Mann die Protestaktion am Vortag überlebt und wurde im Bezirk Changdu in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Aktivistengruppe soll der Mönch aus einem Kloster stammen, das nach Gerüchten über einen Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude Ende Oktober geschlossen wurde. Es handele sich möglicherweise um die erste Selbstanzündung in Tibet. Die Polizei erklärte auf Anfrage, sie wisse nichts von dem Vorfall.