In den sich zuspitzenden Konflikt um den Ausgang der Präsidentenwahl in der Elfenbeinküste schaltet sich der frühere südafrikanische Präsident Thabo Mbeki ein.
Der frühere südafrikanische Präsident Thabo Mbeki ist in die Elfenbeinküste gereist, um im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) in dem Machtkampf in dem westafrikanischen Land zu vermitteln. Mbeki landete am Sonntagmorgen am Regierungssitz in Abidjan, wie die Nachrichtenagentur AFP von einem Mitarbeiter des Flughafens erfuhr. Empfangen wurde er demnach von Mitarbeitern der südafrikanischen Botschaft, Vertreter der ivorischen Regierung kamen nicht zum Flughafen.
Die AU hatte am Samstag mitgeteilt, dass Mbeki mit der Mission betraut worden sei, durch Gespräche in der Elfenbeinküste "eine rechtmäßige und friedliche Lösung des Konfliktes" zu finden. Mbeki sollte nach Angaben aus ivorischen Diplomatenkreisen mit dem Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, und dessen Rivalen Alassane Ouattara zusammentreffen.
Gbagbo hatte die Stichwahl um die Präsidentschaft am vergangenen Sonntag nach Angaben der Wahlkommission gegen den Oppositionspolitiker Ouattara verloren. Gbagbo erkannte dieses Ergebnis jedoch nicht an und ließ sich am Samstag erneut als Präsident vereidigen. Auch Ouattara legte einen Amtseid ab. Er wird von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der EU und den USA unterstützt.