US-Verteidigungsminister Robert Gates hat sich kritisch über die Abschaffung der Wehrpflicht in den USA in den 1970-er Jahren geäußert. Eine reine Freiwilligen-Armee berge immer die Gefahr der wachsenden Distanz zwischen Gesellschaft und Streitkräften, sagte Gates am Mittwoch in einer Rede vor Studenten in Durham in North Carolina. In den USA lasse sich dies etwa an der Reaktion auf die Kriegseinsätze im Irak und in Afghanistan beobachten: "Für die meisten Amerikaner bleibt der Krieg eine Abstraktion, egal wie positiv sie dem Militär gegenüberstehen", sagte Gates. In den Augen der meisten Bürger sei der Einsatz in Afghanistan "eine entfernte und unangenehme Abfolge von Nachrichten, die sie aber nicht persönlich betrifft".