Die Entführer eines irakischen Christen haben am Samstag von dessen Familie ein Lösegeld von 100.000 Dollar (70.000 Euro) gefordert. Der 29-jährige chaldäische Christ, der als Tagelöhner im Baugewerbe arbeitete und Vater von drei Kindern ist, war im Süden der nordirakischen Stadt Kirkuk entführt worden, wie ein Vertreter der örtlichen Polizei erklärte. Demnach meldeten sich die Entführer bei der Frau des Entführungsopfers per Telefon und stellten ihre Forderung. Der Tageslohn eines Arbeiters in der Baubranche liegt bei 25.000 Dinar (15 Euro). In der zwischen der irakischen Zentralregierung und der Regierung der autonomen Region Kurdistan umstrittenen Stadt Kirkuk kommt es immer wieder zu Entführungen durch kriminelle Banden.