Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland haben starke Nachbeben die Stadt Christchurch erschüttert.
Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland haben heftige Nachbeben die Stadt Christchurch erschüttert. Das neuseeländische Überwachungszentrum GeoNet meldete in der Nacht zum Dienstag mehr als ein dutzend Nachbeben, von denen zwei eine Stärke von 5,4 auf der Richter-Skala erreichten. Bürgermeister Bob Parker sagte, die Nachbeben beschädigten bereits instabil gewordene Gebäude in der 340.000-Einwohner-Stadt weiter. Die Behörden mussten 70 Menschen umquartieren, die nach dem Hauptbeben in einer nun als nicht mehr sicher geltenden Schule untergebracht worden waren.
Christchurch und Umgebung war am Samstag von einem Beben der Stärke 7,0 erschüttert worden. Einige Gebäude stürzten ein. Mehrere Menschen wurden verletzt, Todesopfer waren aber nicht zu beklagen. Es war das schwerste Beben in Neuseeland seit 80 Jahren. Weite Teile des Zentrums von Christchurch wurden zunächst gesperrt, weil herabstürzendes Mauerwerk und Glasscherben die Menschen gefährdeten. Einzelne Straßenzüge wurden am Dienstag zum ersten Mal wieder freigegeben. Der in Christchurch verhängte Notstand soll aber noch bis Mittwochmittag gelten.
Premierminister John Key sagte wegen des der Lage in Christchurch ein Treffen mit der britischen Königin Elizabeth II. am kommenden Samstag in Schottland ab. Er wolle in Neuseeland bleiben, um seine Solidarität mit den Bürgern der zweitgrößten Stadt des Landes zu zeigen, sagte er. Key wurde am Dienstag erneut in Christchurch erwartet.