Die zweitgrößte syrische Stadt Aleppo ist nach Angaben der Opposition von einer Bombenexplosion erschüttert worden.
Die zweitgrößte syrische Stadt Aleppo ist nach Angaben der Opposition von einer Bombenexplosion erschüttert worden. Mindestens drei Menschen seien bei der Explosion in einem Vorort getötet worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Ersten Informationen zufolge sei mit weiteren Todesopfern zu rechnen. Die Bombe explodierte demnach im Bezirk Tal al-Sarasir, als ein Bus vorbeifuhr. Unklar war, ob die Fahrgäste Zivilisten oder Sicherheitskräfte waren.
Der Beobachtungsstelle zufolge gab es auch in der Hauptstadt Damaskus zwei Explosionen, von denen eine durch eine Bombe ausgelöst worden sei. Unklar sei, ob es Opfer gegeben habe. Der Aktivist Masen Safadi sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handele sich um einen Versuch, "die Menschen zu terrorisieren" und sie daran zu hindern, an einer Beerdigung für neun am Vortag getötete Zivilisten teilzunehmen.
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen schließt einen Einsatz der Militärallianz in Syrien indes aus. "Die NATO hat keine Absicht, in Syrien militärisch einzugreifen", sagte Rasmussen in einem Interview mit "Bild.de". Syrien sei ein "viel komplizierteres Land" als Libyen. Deshalb könne ein Militäreinsatz in Syrien "viel größere Konflikte entfachen". Zudem habe es im Fall Libyen ein "klares Mandat der Vereinten Nationen und eine Unterstützung der Nachbarländer" gegeben. Das gebe es bei Syrien nicht. In Libyen hatte die NATO im vergangenen Jahr Krieg geführt.
Rasmussen rief die Führung in Damaskus auf, die Kampfhandlungen gegen die eigene Bevölkerung einzustellen. In Syrien müsse es eine "politische Lösung mit einem starken Engagement der Länder in der Region geben". Rasmussen traf am Freitag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen.