Bei einem Vergeltungsschlag für die Tötung Osama bin Ladens töteten Al-Kaida-Kämpfer fünf Soldaten auf dem pakistanischen Marine-Stützpunkt in Karachi.
Bei einem Angriff Bewaffneter auf einen Stützpunkt der Marine im pakistanischen Karachi sind in der Nacht zu Montag fünf Soldaten getötet worden. Wie das pakistanische Militär sowie die Regierung mitteilten, wurde die Basis im Süden des Landes von "bis zu 15 Terroristen" angegriffen, mindestens zehn Menschen wurden demnach bei den stundenlangen Gefechten verletzt. Ein AFP-Reporter sah, wie Rauch über dem Stützpunkt stand.
Die Extremisten zerstörten zudem ein Aufklärungsflugzeug vom Typ P-3C Orion.
Regierungschef Yousuf Raza Gilani verurteilte den Angriff und schickte seinen Innenminister nach Karachi, um die dort eingeleiteten Sicherheitsvorkehrungen für das Militär zu koordinieren.
Die radikalislamischen Taliban in Pakistan haben sich zu dem Anschlag bekannt. Mit der Tat wolle man den Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden rächen, sagte ein Sprecher der Gruppe am Montag. Unterdessen gingen die Kämpfe auf der Basis weiter. Ein Sprecher der Marine sagte, man vermute noch immer 10 bis 15 Extremisten auf dem Gelände.
Seit der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden Anfang Mai in Pakistan hatten etwa die mit dem Terrornetzwerk verbündeten pakistanischen Taliban wiederholt mit Vergeltungsanschlägen gedroht.