Die von der Bundesregierung eingerichtete Ethikkommission zur Energiepolitik hat am Donnerstag ihre öffentlichen Beratungen über die Zukunft der Energieversorgung ohne Atomkraft aufgenommen.
Die von der Bundesregierung eingerichtete Ethikkommission zur Energiepolitik hat am Donnerstag ihre öffentlichen Beratungen über die Zukunft der Energieversorgung ohne Atomkraft aufgenommen. In einer live im Fernsehen und im Internet übertragenen Sitzung will das Gremium am Donnerstag in Berlin mit rund 30 Experten aus Wissenschaft, Energiebranche, Verbraucherverbänden und Umweltgruppierungen diskutieren. Die Beratungen sind auf elf Stunden angesetzt.
"Die Ethikkommission möchte mit der öffentlichen Sitzung ein Zeichen für Transparenz setzen", sagte der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, als einer der beiden Vorsitzenden des Gremiums. Die Kommission wolle mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu einem "breiten gesellschaftlichen Konsens" leisten. Er betonte zugleich: "Es gibt keine einfachen Antworten."
Der frühere Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) als Ko-Vorsitzender der Kommission bezeichnete es als "entscheidende Frage" der Beratungen, wie schnell ein Umstieg auf erneuerbare Energien möglich sei. Es gehe auch darum, die Atomenergie zu verlassen, ohne Arbeitsplätze zu gefährden und das Klima nicht zusätzlich zu belasten, sagte Töpfer.
Zentrale Aufgabe der Kommission, die die Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima gegründet hatte, soll eine Neubewertung der Risiken der Atomenergie sein. Das Gremium unter Vorsitz Töpfers und Kleiners soll seine Empfehlungen am 28. Mai vorstellen.