In der EU werden Kinder künftig besser vor sexuellem Missbrauch geschützt. Darauf zielt eine Richtlinie ab, die das Europaparlament am Donnerstag abschließend verabschiedete. Sie sieht EU-weit einheitliche Mindeststrafen für 20 sexuelle Delikte vor. Der Richtlinie zufolge sollen Internet-Seiten mit Kinderpornos in der Regel gelöscht werden. Verurteilte Sexualstraftäter können zweitweise oder für immer von beruflichen oder ehrenamtlichen Aktivitäten mit Minderjährigen ausgeschlossen werden. Außerdem wird dem Sex-Tourismus der Kampf angesagt: Europäische Touristen, die in Drittländern Kinder sexuell missbrauchen, werden künftig auch in der EU strafrechtlich verfolgt.