Angela Merkel (CDU) hat sich am zweiten Tag des EU-Gipfels zuversichtlich gezeigt, dass Europa sich als Konsequenz der Atomkatastrophe in Japan auf Stresstests für seine Atomkraftwerke einigen wird.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am zweiten Tag des EU-Gipfels zuversichtlich gezeigt, dass Europa sich als Konsequenz der Atomkatastrophe in Japan auf Stresstests für seine Atomkraftwerke einigen wird. Sie sei "sehr froh, dass sich andeutet, dass wir hier zu vergleichbaren Stresstests kommen", sagte Merkel am Freitag in Brüssel. Dabei gehe es um eine Verpflichtung, "Sicherheit auf höchstem Niveau miteinander zu vereinbaren". Dies sei aus ihrer Sicht "die wirkliche Lehre" aus den Vorgängen um das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima 1.
Im vorläufigen Entwurf des Gipfels hieß es, dass die Atomkraftwerke in der EU "auf Basis einer umfassenden und transparenten Risiko- und Sicherheitsbewertung ('Stresstests') überprüft werden sollten". Die EU-Kommission wird aufgefordert, im Lichte des Unfalls in Japan "Tragweite und Modalitäten für diese Tests" festlegen zu lassen.
Die Tests sollen dabei von den zuständigen nationalen Behörden vorgenommen werden und deren Ergebnis der EU-Kommission und der Europäischen Atomsicherheitsregulierungsgruppe (ENSREG) mitgeteilt werden. Da das Risiko durch Atomunfälle nicht an Grenzen haltmache, will die EU zudem darauf dringen, "dass ähnliche Stresstests in Nachbarländern und Ländern weltweit durchgeführt werden".