Die EU-Kommission hat offenbar Verständnis für die Entscheidung Frankreichs, mehrere Züge aus dem italienischen Ventimiglia zu streichen. Dem ersten Eindruck zufolge habe Paris das Schengener Abkommen zur Freizügigkeit nicht verletzt, sagte ein Brüsseler Beamter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Die französischen Behörden hätten am Vortag mehrere Züge von Ventimiglia an die Côte d'Azur gestrichen, die tunesische Flüchtlinge über die Grenze bringen sollten, "um jede Unfallgefahr zu vermeiden". Die Maßnahme sei nur vorübergehend gewesen und nicht über das Notwendige hinausgegangen. Italien hatte am Sonntag dagegen protestiert, dass Frankreich die Züge nicht über die Grenze ließ.