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News am 31.05.2012
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15. Februar 2012, 13:03 Uhr

EU und USA erkennen Bio-Produkte künftig gegenseitig an

Bio-Lebensmittel aus der EU und den USA dürfen künftig auf beiden Seiten des Atlantiks als Öko-Erzeugnisse verkauft werden.

Bio-Lebensmittel aus der EU und den USA dürfen künftig auf beiden Seiten des Atlantiks als Öko-Erzeugnisse verkauft werden. Die EU und die Vereinigten Staaten unterzeichneten eine entsprechende Übereinkunft, wie EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos und die stellvertretende US-Landwirtschaftsministerin Kathleen Merrigan zum Auftakt der Branchenmesse "BioFach" in Nürnberg bekanntgaben. Damit erkennen beide Seiten ihre Bio-Standards erstmals gegenseitig an. Die Vereinbarung gilt ab dem 1. Juni.

Obwohl zwischen den Bio-Standards der EU und der USA "kleine Unterschiede" bestünden, seien die Verhandlungsparteien zu der Auffassung gekommen, dass die Anforderungen an Bio-Lebensmittel im europäischen Wirtschaftsraum wie den Vereinigten Staaten "gleichwertig" sind, erklärten EU-Kommissar Ciolos und US-Vizeagrarministerin Merrigan. Es handele sich um eine "historische neue Partnerschaft". Künftig könnten alle Erzeugnisse, welche die Bedingungen der Übereinkunft erfüllten, sowohl in der EU als auch den USA gehandelt werden. Beispiele seien Bio-Fleisch, Bio-Getreide oder Wein.

Ausgenommen von der Übereinkunft seien Lebensmittel, die unter Verwendung von Antibiotika hergestellt würden, erklärten Ciolos und Merrigan. Die US-Bestimmungen sähen vor, dass Ökoprodukte vollkommen ohne Verwendung von Antibiotika hergestellt sein müssten. Nur zu Bakterienbekämpfung bei Bio-Äpfeln und -Birnen sei deren Einsatz erlaubt. In der EU hingegen dürfen Antibiotika auch zur Behandlung erkrankter Tiere eingesetzt werden.

Ziel der Übereinkunft sei es unter anderem, bürokratische Hürden für Bauern und Agrarbetriebe zu verringern, erklärte EU-Kommissar Ciolos. Wollten EU-Landwirte etwa bisher ihre Bio-Produkte neben der Europäischen Union auch in den USA verkaufen, mussten diese ihre Waren auf beiden Seiten des Atlantiks zertifizieren lassen, um die jeweiligen Bio-Siegel zu erhalten. Die nun unterzeichnete Erklärung bedeute für die Landwirte neben weniger Bürokratie aber auch weniger Kosten.

Für Verbraucher werde sich durch die Übereinkunft die Auswahl in den Supermärkten erhöhen, sagte die stellvertretende US-Landwirtschaftsministerin Merrigan im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. "Wir hoffen, dass die Verbraucher profitieren. Wir gehen davon aus, dass sie es tun werden."

AFP