Wer im Ausland in den Verdacht einer Straftat gerät, soll innerhalb der Europäischen Union künftig eine ihm sprachlich verständliche Rechtsbelehrung erhalten. Dadurch sollen Verdächtige in allen EU-Ländern "ihr Recht auf ein faires Verfahren in Strafverfahren geltend machen können", wie EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Mittwoch in Brüssel nach einer Einigung der EU-Länder mitteilte. Die EU will sicherstellen, dass Polizisten und Staatsanwälte Verdächtigen eine leicht zu verstehende schriftliche Mitteilung über ihre grundlegenden Rechte übergeben, die zudem in einer den Festgenommenen verständlichen Sprache verfasst sein muss.