EU will offenbar Menthol-Zigarette verbieten

13. Dezember 2012, 10:13 Uhr

Die EU-Kommission hat sich offenbar auf eine neue Tabak-Richtlinie geeinigt.

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Die EU-Kommission hat sich offenbar auf eine neue Tabak-Richtlinie geeinigt. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Kommissionsentwurf berichtete, will die Kommission strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen und ein Verbot von Geschmackszusätzen in Zigaretten durchsetzen. Schon nächste Woche wolle die Kommission die Richtlinie förmlich beschließen.

Danach müssten Warnhinweise wie "Rauchen tötet" und abschreckende Fotos künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Packung einnehmen. Für den Markennamen solle nur noch auf 20 Prozent der Verpackung Platz sein. Bei Tabak zum Selberdrehen soll der Warnhinweis auf dem Deckel stehen und 50 Prozent der Deckelfläche einnehmen. Grundsätzlich verboten werden sollen dem Entwurf zufolge Zusatzgeschmackstoffe und die Zugabe von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen. Dies könnte laut "Bild" das Aus für Menthol-Zigaretten bedeuten.

Vorschreiben will die EU dem Bericht zufolge auch den Mindestdurchmesser von Zigaretten. Danach könnten die vor allem bei Frauen beliebten Slim-Zigaretten verboten werden.

AFP