Der frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hat der Bundesregierung schlechtes Krisenmanagement bei der Euro-Rettung vorgeworfen. Er werfe Deutschland vor, "dass es in der gegenwärtigen Krise immer zu spät und unzureichend gehandelt hat", sagte Prodi am Freitag im Deutschlandfunk. So sei aus der griechischen Schuldenkrise, die zunächst ein "kleines Problem" gewesen sei, eine große Krise geworden. Zur Entschärfung der Krise sprach sich Prodi für die Einführung von Eurobonds aus. Diese müssten allerdings von einer strengen Haushaltsdisziplin begleitet sein, wie sie Deutschland "zu Recht" fordere.