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6. April 2011, 09:53 Uhr

Frankreich verhandelt über Ausreise aus Elfenbeinküste

Laurent Gbagbo scheint doch kurz vor der Kapitulation zu stehen. Angeblich werden derzeit die Bedingungen für ein Exil des abgewählten Präsidenten ausgehandelt. Frankreichs Außenminister Alain Juppé berichtet von Gesprächen mit der Uno.

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Der abgewählte ivorische Präsident Laurent Gabagbo© Luc Gnago/Reuters

Im Machtkampf um das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste werden nach Angaben der französischen Regierung derzeit die Bedingungen für den Gang des abgewählten Staatschefs Laurent Gbagbo ins Exil ausgehandelt. "Wir haben die UNO gebeten, für seine körperliche Unversehrtheit und die seiner Familie Sorge zu tragen und die Voraussetzungen für seine Ausreise zu schaffen", sagte Frankreichs Außenminister Alain Juppé am Mittwochmorgen dem Radiosender France Info. "Dies ist die einzige Sache, über die noch verhandelt werden muss", fügte er hinzu. Zu Gerüchten, dass Gbagbo nach Mauretanien fliehen könnte, sagte Juppé, darauf habe er "keinen Hinweis".

Er hoffe auf eine baldige Ausreise des scheidenden Präsidenten, damit darauf verzichtet werden könne, "Militäroperationen wiederaufzunehmen", sagte der Minister. Gbagbo habe keine Perspektive mehr. "Alle Welt hat ihn fallengelassen", sagte Juppé weiter. Gemeinsam mit den Vertretern der Vereinten Nationen in der Elfenbeinküste wolle Frankreich dafür sorgen, dass Gbagbo die Realität erkenne.

Juppé betonte, dass die UNO die Verhandlungen mit Gbagbo führe. Auch der Befehlshaber der französischen Streitkräfte in der Elfenbeinküste, Edouard Guillaud, sagte dem Radiosender Europe 1, Gbagbo habe "keine andere Wahl", als sich zu ergeben und das Land zu verlassen.

mm/AFP
 
 
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