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14. Februar 2012, 14:28 Uhr

Attentäter verletzt sich selbst schwer

Nach einer Bombenexplosion in einem Vorort von Bangkok wird über die Hintergründe spekuliert. Möglicherwiese bestehen Querverbindungen zu einem Attentat auf eine israelische Diplomatin in Indien.

Explosionen, Thailand, Hauptstadt, Bangkok

Ein Bombenentschärfer einer Spezialeinheit robbt auf das Haus zu, indem es zuvor schon eine Explosion gegeben hat© Kerek Wongsa/Reuters

Bei einer Bombenexplosion in Thailand ist ein vermutlich aus dem Iran stammender Mann schwer verletzt worden. Der Mann hatte selbst die Bombe geworfen, die ihm beide Beine abriss, teilte die Polizei mit. Insgesamt ereigneten sich drei Explosionen, ein vierter Sprengsatz wurde von der Polizei entschärft. Zwei weitere Verdächtige waren auf der Flucht. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar.

Nach einer Explosion in einem Wohngebiet im Osten der Stadt rückte die Polizei zu einem Einsatz aus. Als sie dort eintraf, sah sie drei aus dem Haus fliehende Männer. Einer von ihnen schleuderte einen Sprengsatz auf ein Taxi, das nicht anhalten wollte. Danach versuchte der Mann mit einer anderen Bombe die Polizisten zu treffen und löste eine dritte Explosion aus, bei der ihm selbst die Beine abgerissen wurden.

"Bei dem Verletzten wurde ein iranischer Personalausweis gefunden", sagte der Vizechef der Polizei von Bangkok, Pisit Pisuthisak. Die Polizei fand im Haus einen weiteren Sprengsatz und entschärfte ihn. Der Schwerverletzte wurde in einem Krankenhaus behandelt. Nach den beiden anderen Verdächtigen wurde die Fahndung aufgenommen. Die Motive der Verdächtigen waren unklar.

Undurchsichtige Hintergründe

Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra rief die Bevölkerung auf, "nicht zu früh Schlussfolgerungen zu ziehen" und zunächst die Ermittlungsergebnisse abzuwarten. "Die Bevölkerung hat keinen Anlass zur Panik, weil der Verantwortliche festgenommen wurde."

Die USA hatten im Januar vor möglichen Anschlägen auf Touristenviertel in Bangkok gewarnt. Ob dieser Vorfall damit im Zusammenhang stand, war zunächst unklar. Die thailändische Polizei hatte im Januar einen Libanesen beschuldigt, einen Bombenanschlag in Thailand geplant zu haben. Zuvor waren in einem Haus entsprechende Chemikalien gefunden worden. Die Behörden warfen dem Libanesen Verbindungen zu der von Syrien und dem Iran unterstützten Hisbollah vor. Am Montag war bei einem Attentat in Neu Delhi eine israelische Diplomatin schwer verletzt worden. Israel warf dem Iran vor, hinter der Tat zu stecken.

Seit einigen Wochen herrschen in Bangkok verschärfte Sicherheitsvorkehrungen, etwa in dem bei Rucksacktouristen beliebten Viertel um die Khao San Road.

ono/AFP
 
 
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