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4. November 2011, 15:23 Uhr

Rückzug aus dem Diamantengeschäft

Zwar sei der Familie Oppenheimer der Schritt schwer gefallen, doch sei es "in ihrem besten Interesse" den Diamantenhandel an den Nagel zu hängen. Südafrikas reichste Familie verkaufte ihren 40-Prozent-Anteil der Firma De Beers.

Oppenheimer, Diamanten, Diamant, De Beers, Südafrika, 14521

Den Diamantenhandel zu beenden, sei ihnen sehr schwer gefallen, erklärte Familienoberhaupt Nicky Oppenheimer© John D. McHugh/AFP

Die Familie Oppenheimer zieht sich nach mehr als 100 Jahren aus dem Diamantengeschäft zurück: Sie verkauft ihren 40-Prozent-Anteil an der Diamantenfirma De Beers für 5,1 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) an den Rohstoffkonzern Anglo American, wie De Beers am Freitag mitteilte.

Der Schritt sei der Familie Oppenheimer schwer gefallen, erklärte Nicky Oppenheimer, das Oberhaupt von Südafrikas reichster Familie. Nach "sorgfältiger und bedächtiger Überlegung" habe die Familie aber "in ihrem besten Interesse" diese "schwierige und folgenschwere Entscheidung" gefällt.

Mit dem Anteil der Oppenheimer-Familie steigt der Anteil von Anglo American an De Beers auf 85 Prozent. Die restlichen 15 Prozent besitzt der südafrikanische Staat Botsuana.

Eine mächtig-reiche Familie

De Beers ist weltweit führend bei der Ausbeutung und dem Handel von Diamanten. Das Unternehmen war 1888 von Cecil Rhodes gegründet worden, der mit seinem so erworbenen Reichtum für das britische Weltreich Nord- und Südrhodesien gründete - heute Sambia und Simbabwe.

Der in Hessen geborene Ernest Oppenheimer kaufte Anfang des 20. Jahrhunderts Minenrechte im heutigen Namibia auf und gründete 1917 die Anglo American. Als De Beers in Schwierigkeiten geriet, stieg Oppenheimer ein und wurde 1920 Präsident der Firma. Seit 1926 hat Anglo American die Kontrolle bei De Beers.

Den Grundstein zur beherrschenden Stellung von De Beers legte Oppenheimer mit der Gründung der Central Selling Organisation, einem Kartell, das Mengen und Preise der Diamanten kontrolliert - bis heute.

De Beers hat seinen Sitz im Steuerparadies Luxemburg, die Geschäfte leitet die Firma von London und Johannesburg aus, ab Ende 2013 dann in Botsuanas Hauptstadt Gaborone. Im vergangenen Jahr verkaufte De Beers Diamanten im Wert von 5,9 Milliarden Dollar und machte damit einen Gewinn von 546 Millionen Dollar.

kgi/AFP
 
 
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Diamantengeschäft
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