RATGEBER: Fernsehregeln für Kinder an Weihnachten

23. Dezember 2012, 19:48 Uhr

Zum Weihnachtsfest und rund um Silvester überschlagen sich die Fernsehsender mit ihren Filmangeboten.

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Zum Weihnachtsfest und rund um Silvester überschlagen sich die Fernsehsender mit ihren Filmangeboten. Vor allem Kinder sind einer Flut von Spielfilmen auf der Mattscheibe ausgesetzt. Und auch die neue Spielkonsole und das Smartphone locken. Doch auch an den Feiertagen sollten Kinder nicht unbegrenzt lange fernsehen oder am Computer spielen, rät die Medieninitiative "Schau hin". Eltern sollten am besten schon vor dem Fest klare Regeln festlegen.

Ist etwas mehr Fernsehen zu Weihnachten erlaubt?

Bleibt es bei Ausnahmen, schadet das nicht. Medienpädagogen empfehlen aber, dass Kinder unter drei Jahren grundsätzlich noch gar kein Fernsehen gucken sollten. Vier- bis Fünfjährige sollten maximal bis zu 30 Minuten am Tag fernsehen, am besten zusammen mit einem Erwachsenen. Bei Sechs- bis Neunjährigen sind fünf Stunden in der Woche genug. Dabei sollten Eltern auch berücksichtigen, wie viel Zeit Kinder mit Spielekonsole, Handy, Computer oder im Internet verbringen.

Was sollte vorab geklärt werden?

Wichtig ist, dass Kinder und Eltern gemeinsam entscheiden, was angeschaut werden darf. Denn das Thema birgt erheblichen Konfliktstoff. Die Familie sollte sich dabei auch darüber verständigen, wie viel und wie lange geschaut wird. Auf jeden Fall sollte aber auch noch genug Zeit bleiben für gemeinsames Spielen, Vorlesen, einen Winterspaziergang oder Ausflug zum Spielplatz.

Wo können sich Eltern und Kinder über das Weihnachtsprogramm informieren?

Eine gute Orientierung bietet "flimmo", die Programmberatung für Eltern. Auf der Internetseite www.flimmo.tv hat die Initiative in einem Weihnachtsspecial die Fernsehhöhepunkte für jede Altersgruppe zusammengestellt. Auf Filme, die nichts für Kinder sind, wird gesondert hingewiesen und erklärt, was jungen Zuschauern Probleme bereitet kann. Eltern sollten bei der Filmauswahl auch auf die Alterskennzeichnung achten.

Sollten Kinder vor dem Fernseher "geparkt" werden?

Ob Fernsehen, Internet, Games oder Handy: Kinder sollten mit dem Medienangebot nicht allein gelassen werden, raten die Medienpädagogen von "Schau hin". Weder Fernseher noch Computer eigneten sich als Babysitter-Ersatz. Zudem ist bei einigen Sendern bereits zur Primetime knallharte Action angesagt. Auch deshalb sollten Eltern ein Auge auf das Programm haben, empfiehlt "flimmo". Denn nicht alles, was an den Feiertagen im Fernsehen zu sehen ist, sollte Kindern zugemutet werden.

AFP