Der Klimawandel hat einer Studie zufolge das Wechselspiel zwischen dem kalten Labradorstrom und dem warmen Golfstrom in den Tiefen des Atlantiks während der vergangenen 40 Jahre stark verändert. Die Warmwasserströmung habe seit dem Beginn der 1970er Jahre deutlich an Einfluss gewonnen, während die Bedeutung des Kaltstroms zurückgegangen sei, berichtete ein Forscherteam aus der Schweiz, den USA und Kanada am Dienstag in der US-Wissenschaftszeitschrift "PNAS". Eine solche Veränderung der für das Wetter in Europa und Nordamerika maßgeblichen Tiefseeströmungen habe es seit etwa 1800 Jahren nicht mehr gegeben, schrieben sie. Angesichts der jüngsten kalten Winter und heißen Sommer sei ein Zusammenhang mit dem Klimawandel wahrscheinlich.