Forscher haben zum Schutz hunderter Massengräber von Opfern der NS-Judenverfolgung in Osteuropa aufgerufen. "Wir können Europa und die Demokratie nicht auf den Massengräbern vergessener Opfer aufbauen", sagte der Franzose Patrick Desbois am Freitag. Der katholische Geistliche hat in Paris die Vereinigung Yahad-In Unum (Gemeinsam auf Hebräisch und Lateinisch) ins Leben gerufen. Diese hat seit 2004 in Russland, Weißrussland, der Ukraine und Polen mehr als 1850 Zeugen von Massakern aufspürt und 650 Massengräber ausfindig gemacht.