Hunderttausende Menschen haben am Dienstag in Frankreich gegen die anstehende Rentenreform protestiert.
Hunderttausende Menschen haben am Dienstag in Frankreich gegen die anstehende Rentenreform protestiert. Schon vor der Hauptkundgebung in Paris am Nachmittag gingen rund 450.000 Menschen auf die Straße, wie das Innenministerium mitteilte. Die Gewerkschaften hatten gemeinsam zu einem landesweiten Aktionstag aufgerufen und rechneten mit über zwei Millionen Teilnehmern. Bei den Pariser Verkehrsbetrieben löste der ganztägige Streik erhebliche Behinderungen aus, an den Hauptstadtflughäfen Charles de Gaulle und Orly sollte bis zum Abend jeder vierte Flug ausfallen. Vereinzelt fielen auch Verbindungen mit den Hochgeschwindigkeitszügen zwischen Deutschland und Frankreich aus, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte.
Der Protest richtete sich gegen die Anhebung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre, eine der wichtigsten Reformen von Staatschef Nicolas Sarkozy. Ab Dienstagnachmittag will die französische Nationalversammlung über das Vorhaben debattieren, das die Regierung im Juli verabschiedet hatte. Zuletzt hatten im Juni laut Gewerkschaften über zwei Millionen Franzosen gegen die Rentenreform protestiert, laut Polizei waren es 800.000 Teilnehmer.