Nach mehrfacher Kritik des Europarates an den französischen Gefängnissen werden in den kommenden Jahren 23 besonders schlimme Haftanstalten geschlossen. In den nächsten sieben Jahren würden "rund neuntausend veraltete Haftplätze" aufgelöst, und dafür würden knapp 14.000 neue Plätze entstehen, kündigte Frankreichs Justizministerin Michèle Alliot-Marie am Montagabend an. Frankreich wolle "würdige Haftbedingungen" schaffen und das Land in Einklang mit den bestehenden europäischen Vorschriften bringen. Ende 2017 werde Frankreich dann 68.000 Haftplätze haben. Zwei neue Haftanstalten sollen unter anderem in Lutterbach bei Mülhausen und in Oermingen nahe der deutschen Grenze entstehen.