Das von Renault betriebene Krisenmanagement nach der vermeintlichen "Spionageaffäre" zu Jahresbeginn geht dem französischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaften nicht weit genug. "Ich bin nicht sicher, dass das reicht", sagte Arbeitgeberpräsidentin Laurence Parisot am Dienstag bei der monatlichen Pressekonferenz des Verbandes (Medef) in Paris. Bisweilen täten sich viele Mitglieder des Verbandes schwer, "sich im Verhalten gewisser Kollegen wiederzuerkennen", sagte Parisot in Anspielung auf Renault-Chef Carlos Ghosn. Die Arbeitergewerkschaft Force Ouvrière (FO) forderte den Konzernchef zum Rücktritt auf.