Bei zwei Anschlägen im Jemen sind ein britischer Diplomat verletzt und ein Franzose getötet worden. Wie die Polizei in der Hauptstadt Sanaa mitteilte, griffen Unbekannte am Mittwoch ein britisches Diplomatenfahrzeug mit einer Panzerabwehrrakete an, dabei wurden auch drei Passanten verletzt.
Bei zwei Anschlägen im Jemen sind ein britischer Diplomat verletzt und ein Franzose getötet worden. Wie die Polizei in der Hauptstadt Sanaa mitteilte, griffen Unbekannte am Mittwoch ein britisches Diplomatenfahrzeug mit einer Panzerabwehrrakete an, dabei wurden auch drei Passanten verletzt. Nahe Sanaa wurde demnach der französische Chef einer österreichischen Energiefirma von einem Wachmann erschossen.
Der Raketenanschlag auf den Diplomatenwagen ereignete sich nach Angaben des Außenministeriums in London rund drei Kilometer von der britischen Botschaft in Sanaa entfernt. Das Fahrzeug mit fünf Insassen sei am Morgen auf dem Weg zur Botschaft gewesen. Durch die Explosion sei ein Mitarbeiter der Botschaft leicht verletzt worden. Alle anderen Insassen seien unverletzt geblieben. Zudem seien zwei Zivilisten verletzt worden. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen war unter den Fahrgästen die stellvertretende Botschafterin Fiona Gibb, sie blieb demnach unversehrt.
Großbritanniens Außenminister William Hague verurteilte den Angriff als "schändlich". Der Vorfall sei eine "Erinnerung" daran, dass der Weg zu mehr Sicherheit im Jemen noch lang sei, sagte er der BBC.
Der französische Chef des österreichischen Energieunternehmens OMV wurde nach Angaben von jemenitischen Sicherheitskräften auf dem Werksgelände vor den Toren Sanaas von einem Wachsoldaten erschossen. Dieser habe "Allah ist groß" gerufen und das Feuer eröffnet. Der Soldat sei daraufhin entwaffnet und das Firmengelände von der Polizei abgeriegelt worden. Das französische Außenministerium und der Konzern bestätigten den Vorfall. OMV teilte zudem mit, dass zwei weitere Mitarbeiter verletzt worden seien, einer von ihnen schwer.
Der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, verurteilte die Anschläge und verlangte eine Reaktion der internationalen Gemeinschaft. "Wir müssen die jemenitische Regierung unterstützen", erklärte Buzek in Brüssel. Die Vorfälle seien in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht, vor allem aber mit Blick auf die Sicherheitslage "beunruhigend".