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News am 30.05.2012
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10. Februar 2012, 12:53 Uhr

Freundschaftsauswahl in Netzwerken erfolgt sehr bewusst

Mitglieder sozialer Netzwerke gehen einer Studie zufolge bei der Auswahl ihrer Internet-Freunde keineswegs sorglos vor.

Mitglieder sozialer Netzwerke gehen einer Studie zufolge bei der Auswahl ihrer Internet-Freunde keineswegs sorglos vor. Nur sechs Prozent der deutschen Nutzer nehmen grundsätzlich jede Kontaktanfrage an, wie aus einer in Berlin vorgestellten Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervorgeht. Demnach lehnen 84 Prozent der Nutzer Online-Freundschaftsgesuche von Fremden prinzipiell ab. Besonders groß ist die Sorgfalt demnach bei jüngeren Nutzern: Bei den unter 30-Jährigen sind lediglich drei Prozent bereit, sich mit Unbekannten anzufreunden. Bei den über 50-Jährigen sind es dagegen 15 Prozent.

Insgesamt pflegten die meisten Nutzer ihre Beziehungen in sozialen Netzwerken mit Bedacht, erklärte Bitkom-Präsident Dieter Kempf zu dem Ergebnis der Umfrage seines Verbandes, der die Firmen der deutschen Computer-, Internet- und Telekommunikationsbranche vertritt. "Kaum jemand nimmt Anfragen bedenkenlos an." Für die repräsentative Bitkom-Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1001 Internetnutzer im Alter ab 14 Jahren.

Die Auswahl von Online-Freunden ist sehr wichtig dafür, wer auf welche Daten zugreifen kann. Die Datenschutzregeln der Profile in sozialen Netzwerken lassen sich in der Regel so einstellen, dass nur von den Besitzern akzeptierte andere Nutzer einen Zugang etwa zu persönlichen Kommentaren, privaten Fotos oder biografischen Angaben erhalten.

Anhaltende Kontroversen gibt es unter Internet-Nutzern etwa darüber, ob es ratsam ist, sich mit Vorgesetzten, Kollegen, Ex-Partnern oder nur flüchtigen Bekannten zu befreunden. Der Bitkom-Umfrage zufolge verzichtet zumindest ein großer Teil kategorisch auf derartige Freundschaften. So lehnten 33 Prozent prinzipiell alle Anfragen von Chefs ab, 36 Prozent die von nur oberflächlich Bekannten. 13 Prozent wollten auf keinen Fall mit Kollegen befreundet sein. Auf Kontakte mit ehemaligen Lebensgefährten verzichtet ein Fünftel der Befragten.

AFP