Die USA suchen einem Zeitungsbericht zufolge intensiv nach einem Land, das den libyschen Machthaber Muammar el Gaddafi aufnehmen würde.
Die USA suchen einem Zeitungsbericht zufolge intensiv nach einem Land, das den libyschen Machthaber Muammar el Gaddafi aufnehmen würde. Da Gaddafi Anklagen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag drohten, sei die Zahl der in Frage kommenden Länder begrenzt, berichtete die "New York Times" am Samstag unter Berufung auf Mitglieder der Regierung von US-Präsident Barack Obama. Gesucht werde ein Land, das das sogenannte Rom-Statut zur Anerkennung des Gerichts nicht unterzeichnet oder nicht ratifiziert hat. Neben zahlreichen afrikanischen Ländern gilt dies auch für die USA.
"Wir haben einige Lektionen aus dem Irak gelernt, eine der größten ist, dass die Libyer selbst für einen Regimewechsel verantwortlich sein müssen, nicht wir", zitierte die "New York Times" einen US-Beamten. "Was wir einfach versuchen, ist, irgendeinen friedlichen Ausweg zu organisieren, wenn sich die Gelegenheit bietet."
Trotz des NATO-Einsatzes gegen Stellungen seiner Truppen weigert sich Gaddafi, nach 32 Jahren die Macht in dem nordafrikanischen Land abzugeben. Ihm drohen Anklagen wegen Menschenrechtsverbrechen gegen das eigene Volk und des Anschlags auf die 1988 über dem schottischen Lockerbie abgestürzte PanAm-Maschine, bei dem 270 Menschen starben.