Der seit fünf Jahren im künstlichen Koma liegende israelische Ex-Regierungschef Ariel Scharon ist aus dem Krankenhaus in die Obhut seiner Familie übergeben worden - zunächst für 48 Stunden.
Der seit fast fünf Jahren im Koma liegende frühere israelische Regierungschef Ariel Scharon ist am Freitag für das Wochenende auf eine Farm der Familie im Süden des Landes gebracht worden. Scharon solle zunächst bis voraussichtlich Sonntag auf dem Anwesen bleiben, sagte ein Vertreter des Scheba-Krankenhauses nahe Tel Aviv im öffentlichen Rundfunk. Der frühere Regierungschef war am 4. Januar 2006 nach einem Schlaganfall ins Koma gefallen, aus dem er bislang nicht erwachte.
Auf der Farm nahe des Gazastreifens hatte der konservative Politiker seinen Ruhestand verbringen wollen. Die Verlegung auf das Anwesen erfolgte israelischen Medien zufolge auf Antrag seiner Söhne Gilad und Omri. Den Transport Scharons sicherten Beamte des Inlandsgeheimdienstes Schin Beth.
Um sicherzustellen, dass der frühere Regierungschef dauerhaft zu Hause versorgt werden kann, sollen nach Angaben des Krankenhauses zunächst mehrere weitere 48-stündige Aufenthalte des 82-Jährigen bei seiner Familie folgen, bis er endgültig aus dem Krankenhaus entlassen wird. Krankenhausmitarbeiter begleiten demnach die Verlegungen Scharons zu seiner Familie.