Die Deutschen haben 2010 für gemeinnützige Zwecke tiefer in die Tasche gegriffen als im Vorjahr: Mit rund 2,3 Milliarden Euro lag das Spendenvolumen um fast neun Prozent höher als 2009, wie der Deutsche Spendenrat und die Gesellschaft für Konsumforschung am Freitag in Berlin mitteilten.
Die Deutschen haben 2010 für gemeinnützige Zwecke tiefer in die Tasche gegriffen als im Vorjahr: Mit rund 2,3 Milliarden Euro lag das Spendenvolumen um fast neun Prozent höher als 2009, wie der Deutsche Spendenrat und die Gesellschaft für Konsumforschung am Freitag in Berlin mitteilten. In der ersten Jahreshälfte 2010 wuchs das private Spendenaufkommen demnach sogar um 19 Prozent, wobei vor allem das Erdbeben in Haiti im Januar 2010 einen Spenden-Schub auslöste. Im zweiten Halbjahr fiel die Steigerung hingegen mit knapp zwei Prozent moderat aus, trotz einer hohen Spendenbereitschaft für die Opfer der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan.
Insgesamt stieg das Spendenaufkommen für Hilfsorganisationen, gemeinnützige Organisationen und Kirchen im vergangenen Jahr um 185 Millionen Euro. Speziell die Not und Katastrophenhilfe konnte den Angaben zufolge deutlich mehr Zuwendungen verbuchen. Der aktuelle Spendenbilanz zufolge leisteten 21 Prozent der Deutschen im Alter von mehr als zehn Jahren mindestens einmal im vergangenen Jahr eine Geldspende - durchschnittlich in Höhe von knapp 28 Euro. Die Spenderquote stieg damit um einen Prozentpunkt, die durchschnittliche Spendenhöhe legte um knapp einen Euro zu.
Als erfolgsreichste Spenden-Werbung erwiesen sich der Studie zufolge erneut persönlich adressierte Spendenaufrufe per Post - insgesamt 28 Prozent des gespendeten Geldes kam auf diese Weise zusammen. Weitere 21 Prozent entfielen auf regelmäßige Spenden, knapp neun Prozent wurden über Kollekten in Kirchen gesammelt. Immerhin sieben Prozent der Gesamtzuwendungen wurden aufgrund von TVBeiträgen, TVWerbung und Spenden-Galas gespendet - 2009 waren nur zwei Prozent der Gesamtspenden wegen solcher TV-Aufrufe eingegangen.