6. Mai 2012, 08:58 Uhr

Griechenland-Wahl: Für große Parteien drohen Verluste

In Griechenland haben die Wahllokale für die Parlamentswahl geöffnet.

In Griechenland haben die Wahllokale für die Parlamentswahl geöffnet. Die Griechen können von 06.00 bis 18.00 Uhr (MESZ) ihre Stimme abgeben. Stärkste Kraft dürfte laut Umfragen die konservative Nea Dimokratia von Ex-Außenminister Antonis Samaras werden. Sie muss aber wie die sozialistische Pasok-Partei mit herben Verlusten rechnen.

Die beiden Traditionsparteien, die seit dem Ende der Militärdiktatur 1974 abwechselnd die Regierung stellten und seit November beide einem Übergangskabinett angehören, dürften für die strikte Sparpolitik abgestraft werden, die dem Land von seinen internationalen Geldgebern auferlegt wurde.

Ingesamt treten 32 Parteien an, von denen bis zu zehn den Einzug ins Parlament schaffen könnten - das wären doppelt so viele wie bisher. Erstmals könnte auch die Neonazi-Partei Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte) den Sprung über die Drei-Prozent-Hürde schaffen. Chancen werden auch kleineren Linksparteien wie der radikalen Syriza eingeräumt. Die sozialistische Pasok-Partei von Ex-Finanzminister Evangelos Venizelos muss mit dem schlechtesten Wahlergebnis ihrer Geschichte rechnen. Die Umfragen sehen sie bei weniger als 20 Prozent. 2009 hatte die Pasok noch mehr als doppelt so viel geholt.

AFP
 
 
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