Die acht führenden Industrieländer (G-8) sind bei der Erfüllung ihrer Hilfszusagen für den Kampf gegen Hunger und Armut nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation weiter in Verzug. Wie die Hilfsorganisation ONE in einem am Samstag veröffentlichten Bericht feststellt, sind zwei Jahre nach dem G-8-Gipfeltreffen im italienischen L'Aquila die dort gemachten finanziellen Versprechen weit von ihrer Realisierung entfernt. Während am Horn von Afrika wegen der verheerenden Dürre eine große Hungersnot drohe, hätten die Geber nur 22 Prozent der für die Landwirtschaft bis 2012 zugesagten Fonds beigesteuert - laut ONE "ein mageres Ergebnis angesichts des enormen Bedarfs".