SPD-Chef Sigmar Gabriel pocht bei der Nominierung eines SPD-Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 auf sein Vorschlagsrecht als Parteivorsitzender. Dies gelte sowohl für die Benennung von Kandidaten als auch für Vorschläge zum Verfahren, sagte Gabriel am Montag nach einer Sitzung des SPD-Präsidiums in Berlin. Hintergrund sind Äußerungen des früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Wochenende im Hessischen Rundfunk, die als Vorstoß in Richtung Kanzlerkandidatur verstanden worden waren. Gabriel wies jedoch darauf hin, Steinbrück habe keineswegs eine Kandidatendebatte eröffnet. Dies habe der frühere Finanzminister ihm nachdrücklich versichert. Für eine solche Debatte gebe es derzeit auch keinen Grund.