Der im libyschen Bürgerkrieg getötete Sohn des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Saif al-Arab Gaddafi, ist bei seinem Aufenthalt in Deutschland offenbar doch bevorzugt behandelt worden. Das bayerische Justizministerium in München bestätigte am Montag einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", demzufolge sich bei einer Visumsfrage al-Arabs das Auswärtige Amt eingeschaltet habe. Demnach habe das Auswärtige Amt im Jahr 2007 die bayerischen Behörden auf den Ermessensspielraum der Ausländerbehörde bei einer Visumserteilung für den Gaddafi-Sohn hingewiesen.