Geisterfahrer verursacht Unfall mit sechs Toten auf A 5

18. November 2012, 17:53 Uhr

Ein 20-jähriger Geisterfahrer hat auf der Autobahn A 5 in Baden-Württemberg einen schweren Unfall mit sechs Toten verursacht.

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Ein 20-jähriger Geisterfahrer hat auf der Autobahn A 5 in Baden-Württemberg einen schweren Unfall mit sechs Toten verursacht. Er selbst starb dabei, fünf weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei in Offenburg mitteilte. Der betroffene Autobahnabschnitt wurde in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Der Unfall ereignete sich am Sonntagmorgen gegen sechs Uhr zwischen den Anschlussstellen Offenburg und Lahr. Laut Polizei fuhr der Geisterfahrer, ein 20-Jähriger aus dem Raum Offenburg, bei Lahr falsch auf die Autobahn in Richtung Basel auf und raste anschließend frontal in einen vollbesetzten Mini-Van. Zur Unfallzeit herrschte demnach dichter Nebel. Eine Autofahrerin, die auf dem Seitenstreifen hielt, um Hilfe zu leisten, wurde von einem nachfolgenden Wagen erfasst und schwer verletzt. An dem Folgeunfall waren laut Polizei zwei Autos beteiligt. Dabei wurden vier weitere Menschen leicht verletzt.

Der Falschfahrer war laut Polizei nach bisherigen Erkenntnissen allein unterwegs. In dem Mini-Van starben alle fünf Insassen, darunter der 30-jährige Fahrer sowie zwei 23 und 36 Jahre alten Beifahrerinnen. Die genaue Identität der beiden anderen Mitfahrer, bei denen es sich um zwei Männer handelt, ist noch unklar.

Der Bereich rund um den Unfallort war nach Angaben eines Polizeisprechers mit Trümmern übersät. Die Rekonstruktion gestaltete sich für die Experten demnach sehr schwierig. Zur Klärung der Unfallhergangs wurden auch Sachverständige und Rechtsmediziner eingeschaltet.

Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Unter anderem waren sechs Rettungswagen und drei weitere Notärzte im Einsatz. Vor Ort wurde eine Notfallbetreuung eingerichtet.

Die Aufräumarbeiten auf der Fahrbahn in Richtung Basel dauerten bis Sonntagnachmittag an, wie der Polizeisprecher sagte. Zunächst wurde die Autobahn in Richtung Karlsruhe am frühen Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

In den vergangenen Wochen war es in Deutschland wiederholt zu schweren Verkehrsunfällen mit Geisterfahrern gekommen. Erst vor vier Wochen verursachte ein Falschfahrer in Nordrhein-Westfalen einen Unfall mit fünf Toten. Ebenfalls im Oktober gab es in Rheinland-Pfalz einen durch einen Geisterfahrer ausgelösten Unfall mit drei Toten.

AFP