Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast hält den geringen Frauenanteil in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft für nicht vereinbar mit dem Grundgesetz. "Die großen deutschen Unternehmen sind auch im Jahr 2011 noch Orte reiner Männerherrlichkeit", sagte Künast der "Bild am Sonntag". Künast sprach von einem "permanenten Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes". Die Politik habe den Auftrag, das abzustellen, deshalb müsse es endlich eine rechtlich bindende Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände von Unternehmen geben. Künast forderte zugleich ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, das zum Beispiel familienfreundliche Arbeitszeiten festschreibe.