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News am 30.05.2012
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8. Februar 2012, 22:13 Uhr

Gladbach und Fürth im DFB-Pokal-Halbfinale

Borussia Mönchengladbach und Zweitligist SpVgg Greuther Fürth sind dem deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund ins Halbfinale des DFB-Pokals gefolgt, für die Trainer Holger Stanislawski und Michael Skibbe wird die Luft dagegen immer dünner.

Borussia Mönchengladbach und Zweitligist SpVgg Greuther Fürth sind dem deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund ins Halbfinale des DFB-Pokals gefolgt, für die Trainer Holger Stanislawski und Michael Skibbe wird die Luft dagegen immer dünner. Der Bundesliga-Vierte aus Mönchengladbach siegte mit 2:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung bei Hertha BSC. Fürth gewann durch einen Treffer von Torjäger Olivier Occéan (44.) beim Erstligisten 1899 Hoffenheim mit 1:0 (1:0) und zog erstmals ins Halbfinale des Cup-Wettbewerbs ein.

Hertha-Coach Skibbe kassierte im vierten Spiel die vierte Niederlage. Gleichzeitig platzte für Hertha abermals der Traum vom Pokalfinale im eigenen Stadion. Der erst im Sommer verpflichtete Stanislawski steht bei Hoffenheim nun vor dem Aus, nachdem Klubmäzen Dietmar Hopp nach den zuletzt schwachen Leistungen in der Bundesliga den eigenen Coach angezählt und ohne Wenn und Aber den ersten Halbfinaleinzug der Hoffenheimer im Pokal verlangt hatte. Angeblich hat 1899-Manager Ernst Tanner bereits Kontakt zu Markus Babbel aufgenommen, der im Winter Hertha BSC verlassen hatte. Bei 1899 hatte Ex-Nationalspieler Marvin Compper in der 36. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen.

Gladbach reichte im "Gefrierschrank" Olympiastadion eine durchschnittliche Leistung und die Hilfe von Schiedsrichter Felix Brych zum Sieg gegen engagierte, aber glücklose Berliner. Für hitzige Diskussionen sorgte die entscheidende Szene vor dem Tor in der 101. Minute. Hertha-Verteidiger Roman Hubnik hatte Gladbachs Stürmer Igor de Camargo im Strafraum nach Meinung des Unparteiischen eine Kopfnuss verpasst, de Camargo ließ sich spektakulär fallen. Hubnik sah für seine dumme Aktion die Rote Karte, Filip Daems verwandelte den Elfmeter. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte der gerade eingewechselte Oscar Wendt mit dem 2:0 alles klar.

Drei Tage vor dem Liga-Topspiel am Samstag gegen Schalke 04 beschränkte sich die Borussia vor 47.465 Zuschauern auf konzentrierte Abwehrarbeit und gelegentliche Konter. Das allerdings reichte, um erstmals seit acht Jahren wieder das Halbfinale zu erreichen und vom vierten Pokal-Triumph zu träumen.

Auch in Hoffenheim war ein Platzverweis mitentscheidend. Compper hatte sich nach einem Schubser gegen Christopher Nöthe nicht im Griff und leistete sich während der anschließenden Rudelbildung noch einen Wischer in das Gesicht von Stephan Fürstner, was von Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb zu Recht mit der Roten Karte geahndet wurde. Wenig später machte Occéan die erste Halbfinalteilnahme der Gäste perfekt, die in der Runde zuvor den fränkischen Lokalrivalen 1. FC Nürnberg aus dem Wettbewerb geworfen hatten.

AFP
 
 
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