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14. Dezember 2010, 15:02 Uhr

Balkanländer betroffen über Tod von US-Diplomat Holbrooke

Der Tod des US-Diplomaten Richard Holbrooke ist auf dem Balkan mit Bestürzung aufgenommen worden. Der kroatische Ex-Außenminister Mate Granic würdigte Holbrooke am Dienstag als "einen der größten US-Diplomaten der vergangenen 20 Jahre".

Der Tod des US-Diplomaten Richard Holbrooke ist auf dem Balkan mit Bestürzung aufgenommen worden. Der kroatische Ex-Außenminister Mate Granic würdigte Holbrooke am Dienstag als "einen der größten US-Diplomaten der vergangenen 20 Jahre". Holbrooke habe das "größte Verdienst" am Friedensabkommen von Dayton, das den Bosnienkrieg (1992-1995) beendete, sagte Granic. Holbrooke hatte sich in den 90er Jahren als US-Sondergesandter für den Balkan internationale Anerkennung erworben. Er gilt als Chefarchitekt des Dayton-Abkommens von November 1995. Der 69-Jährige war nach einer Operation an der Hauptschlagader am Montagabend in Washington gestorben.

Der Regierungschef des Kosovo, der frühere Rebellenführer Hashim Thaci, bedauerte den Verlust eines bedeutenden Freundes der Region. Holbrookes Tod sei ein "großer Verlust nicht nur für die USA, sondern für alle anderen Nationen", schrieb Thaci in einem Kondolenz-Telegramm an Washington. Holbrooke war unter dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton Ende der 90er Jahre ebenfalls als Balkan-Gesandter federführend an den Versuchen einer diplomatischen Beilegung des Kosovo-Konflikts beteiligt. Einen Tag vor den NATO-Luftangriffen gegen Serbien reiste er im März 1999 nochmals vergeblich nach Belgrad, um die dortige Führung von einem internationalen Friedensplan zu überzeugen. Die ehemalige serbische Provinz Kosovo erklärte sich dann 2008 für unabhängig.

AFP
 
 
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