Der Jahrestag der blutigen Unruhen in der chinesischen Region Xinjiang ist von einem großen Sicherheitsaufgebot begleitet worden. In Urumqi, der Hauptstadt der von der muslimischen Minderheit der Uiguren bewohnten Region, waren am Montag vor allem im Zentrum zahlreiche bewaffnete Sicherheitskräfte im Einsatz. Polizeiwagen fuhren in der Gegend Streife. Am Rande des Volksplatzes, auf dem am 5. Juli 2009 die Krawalle zwischen Uiguren und der Mehrheit der Han-Chinesen ausgebrochen waren, zogen mit Helmen und Schutzschilden ausgestattete Polizisten auf. Der Platz selbst war nach Angaben von Arbeitern wegen Bauarbeiten gesperrt.