Nach den Enthüllungen des Internet-Portals Wikileaks über den Militäreinsatz in Afghanistan wächst die Kritik an der Beteiligung der Bundeswehr und der Informationspolitik der Bundesregierung. Es sei überfällig, dass die Bundesregierung den Bundestag und alle Abgeordneten wahrheitsgemäß und vollständig über die Einsatzrealitäten informiere, erklärte der Grünen-Abgeordnete Christian Ströbele am Sonntag in Berlin. Er drohte mit einem Gang vor das Bundesverfassungsgericht, sollte die Regierung weiter "schönfärben und mauern". Die geheimen Unterrichtungen der Fraktions-Obleute bezeichnete Ströbele als "unergiebig".