In der Affäre um mutmaßlich rechtswidrige Parteispenden in Frankreich soll nun Arbeitsminister Eric Woerth von den Ermittlern vernommen werden. Die französische Regierung stimmte dem Antrag der Staatsanwaltschaft Nanterre am Mittwoch bei ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung zu, wie von Teilnehmern verlautete. Woerth, der scheidende Schatzmeister der konservativen Regierungspartei UMP, wird beschuldigt, im Wahlkampf von Staatschef Nicolas Sarkozy 2007 eine Spende in Höhe von 150.000 Euro von der L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt angenommen zu haben, während nur Parteispenden von höchstens 7500 Euro erlaubt sind.