Die Auflösung der Grabstätte des früheren Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß im oberfränkischen Wunsiedel ist nach "Spiegel"-Informationen von dessen Schwiegertochter Andrea organisiert worden. Die 58-Jährige bestimmte nach Angaben von Kirchenvertretern auch den Zeitpunkt der Exhumierung und legte ihn - offenbar zufällig - auf den 20. Juli 2011, den 67. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler, wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet. Das Datum habe in rechtsextremen Kreisen für Empörung gesorgt, die NPD habe eine Provokation durch Stadt und Kirche gewittert.