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12. Mai 2011, 11:41 Uhr

Die Kampfabstimmung fällt aus

Beim Aktionärstreffen des Essener Baukonzerns Hochtief können sich die Spanier bereits als Herren im Haus sehen. Nachdem mehrere Kandidaten des alten Aufsichtsrats ihre Kandidatur zurückgezogen haben, gibt es keinen Zweifel mehr am Durchmarsch des Großaktionärs.

Hochtief-Großaktionär ACS kann bei der Hauptversammlung des Essener Baukonzerns Hochtief mit einem Durchmarsch rechnen.

Vor Beginn des Aktionärstreffens am Donnerstag in Essen teilte Hochtief mit, dass der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, der ehemalige Allianz-Vorstand Detlev Bremkamp, der ehemalige Hochtief-Chef und Präsident des Bundesverbandes der Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, der ehemalige Siemens-Chef Heinrich von Pierer sowie Wilhelm Simson auf ihre Kandidatur verzichteten. Damit war der Weg frei für die Kandidaten des spanischen Baukonzerns ACS, der derzeit 43 Prozent an Hochtief hält und das Unternehmen damit beherrscht.

ACS hatte am Sonntag eine Liste mit acht Kandidaten für die acht Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat vorgelegt. Bremkamp, Keitel, von Pierer und Simson standen nicht auf dieser Liste. Mit der Hauptversammlung endete auch die Amtszeit von Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter, der sich massiv gegen die Übernahme durch ACS gewehrt hatte. Sein Nachfolger ist Frank Stieler, im Vorstand bislang für das Europa-Geschäft zuständig. ACS will seinen Anteil an Hochtief noch in diesem Jahr auf über 50 Prozent zu erhöhen.

AFP/DPA
 
 
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