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6. November 2011, 12:48 Uhr

Wirtschaftsprüfer stehen vor berufsrechtlichem Nachspiel

Die Wirtschaftsprüferkammer hat ein berufsrechtliches Verfahren gegen die Abschlussprüfer der FMS Wertmanagement, der Bad Bank der verstaatlichten früheren Hypo Real Estate, eingeleitet.

Die milliardenschwere Fehlbuchung bei der "Bad Bank" der verstaatlichen Pleitebank HRE hat für die beteiligten Wirtschaftsprüfer des Unternehmens PwC ein berufsrechtliches Nachspiel. Wie das Magazin "Spiegel" berichtet, leitete die Wirtschaftsprüferkammer ein Verfahren gegen die Abschlussprüfer der FMS Wertemanagement ein, weil den Prüfern die Fehlbuchung von 55,5 Milliarden Euro im Jahresabschluss des HRE-Ablegers FMS nicht aufgefallen war.

"Die Geschehnisse in München sind ein Super-GAU für die Wirtschaftsprüfer", sagte der Präsident der Wirtschaftsprüferkammer, Michael Gschrei, dem "Spiegel". Deshalb werde die berufsständische Organisation jetzt die Hintergründe aufklären und im Fall eines Fehlverhaltens Maßnahmen gegen die betroffenen PwC-Prüfer einleiten.

Aufgrund des Fehlers waren die Schulden der FMS zunächst in deren Bilanz um 55,5 Milliarden Euro zu hoch angegeben worden. Diese falsche Zahl der im Zuge der Finanzkrise verstaatlichten Bank war auch an die EU-Statistikbehörde Eurostat gemeldet worden, die die Höhe der deutschen Staatsverschuldung feststellt. An den Vermögensverhältnissen der Bank ändert die Korrektur des Fehlers allerdings nichts, da lediglich versäumt wurde, vorhandene Aktiva gegenzurechnen.

AFP/DPA
 
 
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