Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Usbekistan den systematischen Gebrauch von Folter in Gefängnissen und Polizeieinrichtungen vorgeworfen. Usbekistan sei ein "isoliertes Land mit einer miserablen Menschenrechtsbilanz", erklärte HRW am Dienstag zur Vorstellung ihres neuen Berichts zu dem zentralasiatischen Staat. Demnach sind Methoden wie Elektroschocks, vorgetäuschtes Ersticken und Vergewaltigungen im usbekischen Strafvollzugssystem "an der Tagesordnung". Der gut hundert Seiten lange Bericht stützt sich auf Interviews, die mit Opfern und Angehörigen in Usbekistan zwischen 2009 und 2011 geführt wurden.