Trotz der von der neuen birmanischen Regierung eingeleiteten Reformmaßnahmen hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) eine anhaltend hohe Gewaltanwendung der Streitkräfte in ethnischen Konflikten beklagt. Im Norden und Osten des südostasiatischen Landes häuften sich weiter Vergewaltigungen, Folterungen und tödliche Gewalt gegen Zivilisten, schrieb HRW in ihrem am Sonntag veröffentlichten Bericht zu Birma für das Jahr 2011. Birmas Armee verletze weiterhin die internationalen Menschenrechte, setze Kindersoldaten ein, enteigne Menschen und zwinge andere zu Arbeitsdiensten.