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27. Mai 2011, 13:17 Uhr

Spanische Feuerwehr kämpft weiter gegen Großbrand

Den dritten Tag in Folge haben Feuerwehrleute auf Ibiza gegen den größten Brand in der Geschichte der spanischen Urlaubsinsel gekämpft.

Das Feuer, das bereits bis zu 2000 Hektar niederbrannte, wüte weiter, die Lage sei aber "stabiler", teilte die Regionalregierung der Balearen am Freitag mit. An dem Großeinsatz beteiligten sich etwa 500 Feuerwehrleute sowie mehrere Löschhubschrauber und -flugzeuge.

Die Feuerwehr hatte die ganze Nacht hindurch gegen den Großbrand gekämpft. Dabei halfen ihr günstigere Wetterbedingungen: Es war feuchter und der Wind ließ nach. Am Freitag waren auch sieben Löschhubschrauber und rund ein Dutzend Löschflugzeuge im Einsatz, wie die Regionalregierung mitteilte.

Das Feuer war am Mittwoch nahe der Stadt Sant Joan de Labritja im Norden der Insel ausgebrochen und brannte bis Donnerstag nach Behördenangaben zwischen 1500 und 2000 Hektar nieder. Zerstört wurden vor allem Pinienwälder. Rund 300 Menschen mussten ihre Wohnungen und ein Hotel vorsorglich verlassen.

Außerdem verursachte der Brand einen nächtlichen Stromausfall in etwa 1800 Haushalten. Bis zum Vormittag wurde die Stromversorgung in allen bis auf 300 Haushalten wiederhergestellt.

Am Donnerstag war wegen des Großbrandes ein 50-jähriger Imker festgenommen worden. Er soll das Feuer verursacht haben, indem er einen Rauchapparat, der zur Beruhigung von Bienen dient, unvorsichtig benutzte. Der aus dem sogenannten Smoker austretende Rauch hat eine beruhigende Wirkung auf die Tiere, die dann seltener stechen, wenn der Imker am Bienenvolk arbeitet. Dem Zivilschutz zufolge verlor der Smoker des Festgenommenen Funken, die den Brand auslösten.

AFP