Die IG Metall will künftig Tarifverträge in industrienahen Dienstleistungen abschließen - und damit auch ihre Schwestergewerkschaft Verdi übertrumpfen. Die IG Metall sei "aus gewerkschaftlicher Verantwortung zuständig für die gesamte Wertschöpfungskette", sagte der Vize-Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, dem Magazin "Mitbestimmung" der Hans-Böckler-Stiftung. Industriebetriebe würden "jede Menge Vorleistungen" ausgliedern und als Dienstleistung deklarieren und damit "niedrigeren tariflichen Bedingungen und auch gewerkschaftsfreien Zonen zugeführt", beklagte er. Die IG Metall wolle daher auch zuständig sein für Vorleister, Leiharbeiter und Werkvertragsnehmer.