Fünf Millionen Euro jährlich hat der libysche Staatschef Muammar el Gaddafi gefordert, um die illegale Einwanderung von Afrikanern nach Europa zu bekämpfen. Viel zu viel, sagt die Europäische Kommission.
Die Europäische Kommission hat die Milliarden-Forderung des libyschen Staatschefs Muammar el Gaddafi zurückgewiesen. Die illegale Einwanderung nach Europa könne mit deutlich geringeren Summen bekämpft werden als den von Gaddafi genannten fünf Milliarden Euro jährlich, sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel. Der libysche Staatschef hatte diesen Betrag am Montag bei einem Auftritt in Rom verlangt, um afrikanische Migranten von der Überfahrt nach Europa abzuhalten.
Die EU gibt nach Angaben einer Sprecherin bereits jetzt mehr als 50 Millionen Euro für Migrationsprojekte in Libyen aus. Die Kommission sei bereit, eine langfristige Zusammenarbeit mit Tripolis bei der Einwanderung zu schließen, sagte sie. Auch ein Partnerschaftsabkommen ist in Arbeit.