. .
News am 30.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. September 2010, 15:10 Uhr

Bischofskonferenz gibt "Rheinischer Merkur" auf

Die Bischofskonferenz gibt bekannt, dass sie den "Rheinischen Merkur" aufgibt. Als Grund nennt die katholische Kirche drastisch sinkene Abonnentenzahlen. Als Ersatz soll spätestens ab Januar 2011 eine sechsseitige Beilage in der Wochenzeitung "Die Zeit" erscheinen.

Die katholische Kirche in Deutschland gibt eines ihrer journalistischen Flaggschiffe auf: Wie die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn mitteilte, wird die katholische Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" 64 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nicht mehr in ihrer bisherigen Form erscheinen. Statt der eigenständigen Wochenzeitung soll spätestens ab Januar eine sechsseitige Beilage in der Wochenzeitung "Die Zeit" erscheinen. Die Bischofskonferenz begründete den Schritt mit einem "erheblichen Zuschussvolumen" und der gesunkenen Abonnentenzahl.

Der "Rheinische Merkur" hatte zuletzt einen erheblichen Einbruch bei den Abonnenten hinnehmen müssen, die Zahl verringerte sich binnen eines Jahres um mehr als 13.500 auf 36.363. Wie die Bischofskonferenz erklärte, wird ein Teil der bisherigen Mitarbeiter für die "Zeit"-Beilage weiter beschäftigt, für die anderen werde nach Lösungen gesucht.

"Merkur"-Chefredakteur Michael Rutz sagte im Deutschlandradio Kultur, von den bisher zwanzig Redakteuren würden für die künftige Beilage noch sechs oder sieben gebraucht. Rutz kritisierte die Entscheidung der Bischöfe. Das Blatt sei seit seinem Beginn zuschussbedürftig gewesen. Zuletzt habe die Redaktion die Zuschüsse aber "erheblich senken können" auf am Schluss 2,5 Millionen Euro. Es sei die Frage, ob sich die Bischöfe angesichts der Wirkung der Zeitung "in die Gesellschaft hinein" nicht weiter den "Rheinischen Merkur" leisten sollten. Dieser werde nicht ersetzbar sein. Dass Kritik mancher Bischöfe, die die Zeitung zu liberal fanden, den Ausschlag für die Einstellung gegeben habe, glaube er aber nicht.

AFP